Kinderrechte

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Was sind Rechte?

Kinder haben Rechte! Ein Recht ist etwas, was dir zusteht und was man dir nicht verbieten kann. Alle Menschen, Erwachsenen wie Kinder müssen diese Rechte ernst nehmen.
Weil Kinder besonderen Schutz und Förderung brauchen, gelten für sie eigene Kinderrechte. Das haben viele Erwachsene aus der ganzen Welt vor mehr als 15 Jahren erkannt und eine Art weltweites Grundgesetzbuch für Kinder erarbeitet: die UN-Konvention über die Rechte des Kindes, abgekürzt: UN-Kinderrechtskonvention.

Die UN-Kinderrechtskonvention - worum geht es eigentlich?

Die Kinderrechte sind in der UN-Kinderrechtskonvention festgehalten. Eine Konvention ist eine Abmachung. Die Kinderrechtskonvention ist also eine Abmachung über die Rechte des Kindes. Sie wurde 1989 von den Vereinten Nationen (englisch: United Nations, Abkürzung: UN) - einem Zusammenschluss fast aller Länder der Erde - beschlossen. Die Vereinten Nationen setzen sich für den Frieden in der Welt ein und arbeiten in wichtigen Fragen zusammen - auch in Sachen Kinderrechte. Die UN-Kinderrechtskonvention soll dafür sorgen, dass die Rechte aller Kinder auf Versorgung, Schutz und Beteiligung in der ganzen Welt anerkannt und verwirklicht werden. In Deutschland ist die UN-Kinderrechtskonvention seit 5. April 1992 in Kraft.

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Für wen gelten die Kinderrechte?

Jede Regierung, die der Abmachung über die Rechte der Kinder zugestimmt hat, verspricht, sie einzuhalten. Bis heute haben 193 Länder die UN-Konvention ratifiziert (= unterschrieben), also fast alle Länder der Erde (außer der USA). Darunter auch Deutschland. In unserem Land gelten die Kinderrechte seit 1992 und zwar für alle Menschen, die noch nicht erwachsen sind, das heißt sowohl für kleine Kinder (ab der Geburt) als auch für Jugendliche bis zum Alter von 18 Jahren.

Können Kinder ihre Rechte vor Gericht einklagen?

Mit ihrer Unterschrift unter der UN-Kinderrechtskonvention haben die Politiker versprochen, alle in ihrem Land geltenden Gesetze an die UN-Kinderrechtskonvention anzupassen. Der Haken an der Sache: Niemand kann die Kinderrechte, die in der Konvention stehen, vor Gericht einklagen. In Deutschland kann man nur solche Rechte einklagen, zu denen es auch ein Gesetz gibt. Wenn Politiker die Ziele der UN-Kinderrechtskonvention nicht in Gesetzen verankern (und dazu können sie nicht gezwungen werden), können Kinder diese auch nicht persönlich einklagen.
Trotzdem gibt es viele Möglichkeiten, die Situation von Kindern zu verbessern.
Ein Weg, auf Verstöße gegen die Kinderrechte aufmerksam zu machen, führt über die Öffentlichkeit und die Medien (Zeitungen, Radio, Fernsehen, Internet). Wenn immer wieder auf Missstände aufmerksam gemacht wird, die gegen die UN-Kinderrechtskonvention sprechen, kann Druck auf die Länder ausgeübt werden, die die Kinderrechte missachten. Nicht nur die Kinder in dem Land können aktiv werden, auch in anderen Ländern bewirken Protestaktionen häufig etwas, zum Beispiel gegen Kinderarbeit oder gegen die Ausbeutung von Kindern.

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Was hat die UN-Kinderrechtskonvention in unserem Land verbessert?

Einige wichtige Erfolge der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland gibt es bereits:

  • Kinder, deren Eltern nicht verheiratet sind, haben inzwischen dieselben Rechte wie Mädchen und Jungen verheirateter Eltern. Früher waren eheliche Kinder bevorzugt.
  • Schläge verboten! Endlich gibt es ein Gesetz, das Kindern ein Recht auf gewaltfreie Erziehung zusichert.
  • Der Jugendarbeitsschutz wurde verbessert.
  • Alle drei- bis sechsjährigen Mädchen und Jungen haben einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz.

Heute gibt es außerdem mehr und bessere Mitbestimmungs- und Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in Städten und Gemeinden als noch vor 15 oder 20 Jahren. Das alles sind Auswirkungen und Erfolge der UN-Kinderrechtskonvention! Und doch ist noch einiges zu tun! Zum Beispiel sind Flüchtlingskinder rechtlich immer noch nicht deutschen Kindern gleich gestellt, weil Deutschland diesen Teil der UN-Kinderrechtskonvention noch nicht mitträgt.

Infos zu diesem Recht

Recht auf Schutz vor Ausbeutung und Gewalt

Jede Gewalt gegen Kinder ist verboten. Keiner darf Kinder schlagen, einsperren, massiv unter Druck setzen oder zu etwas zwingen, wovor sie sich fürchten oder ekeln. Sollten Kinder trotzdem Opfer von Gewalt werden, sind alle Länder, die die UN-Kinderrechtskonvention unterschrieben haben, verpflichtet, diese Kinder fürsorglich zu behandeln und ihnen zu helfen.
Niemand darf Kinder ausbeuten. Das bedeutet, dass man weder die Gesundheit eines Kindes ausbeuten darf, noch seine Notlage, seine Arbeitskraft oder gar seinen Körper. Kinderarbeit ist verboten, insbesondere, wenn sie gesundheitsschädlich ist. In vielen Ländern beschränken Gesetze die Anzahl der Stunden, die Kinder arbeiten dürfen. Meistens ist festgelegt, ab welchem Alter Kinder Jobs annehmen können. Warum? Kinder haben schon eine wichtige Arbeit: die Schularbeit - und die hat immer Vorrang! Kinder dürfen niemals verkauft oder gekauft, entführt oder gegen ihren Willen ins Ausland verschleppt werden. Kein Kind - egal, was es verbrochen hat - darf gefoltert, zu lebenslanger Haft oder gar zur Todesstrafe verurteilt werden. Ab dem 14. Lebensjahr bist du zwar für deine Straftaten in Deutschland verantwortlich - doch das muss auf menschenwürdige Weise und nach den Gesetzen geschehen!

Artikel zum Recht auf Schutz vor Ausbeutung und Gewalt:

Artikel 11: Rechtswidrige Verbindung von Kindern ins Ausland
Artikel 19: Schutz vor Gewaltanwendung, Misshandlung, Verwahrlosung
Artikel 32: Schutz vor wirtschaftlicher Ausbeutung
Artikel 34: Schutz vor sexuellem Missbrauch
Artikel 35: Maßnahmen gegen Entführung und Kinderhandel
Artikel 36: Schutz vor sonstiger Ausbeutung
Artikel 37: Verbot der Folter, der Todesstrafe, lebenslanger Freiheitsstrafe, Rechtsbeistandschaft
Artikel 39: Genesung und Wiedereingliederung geschädigter Kinder
Artikel 40: Behandlung des Kindes in Strafrecht und Strafverfahren

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